Veröffentlicht am April 5, 2022

«To school...the uncool» - das Plädoyer von Dabu

Für Dabu ist Musikjournalismus unverzichtbar.

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Dabu

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Dabu ist der Leadsänger der Band Dabu Fantastic und Artist von starzone studio.
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About

Dabu ist der erste Artist, der für starzone studio in die Tasten haut. Er schreibt ganz persönlich, warum Musikmagazine und -journalist:innen ihn geprägt haben. Und warum er sie nicht missen will.

Musikjournalismus war für mich in den Neunzigern zuerst das Bild eines füdliblutten Rockband-Drummers. Ganzseitig gedruckt im allerersten Musikexpress-Magazin, das ich in den Fingern hatte.

An meinem fünfzehnten Geburtstag schenkte mir meine ältere Schwester dieses Heft. Inklusive eines Abos für ein ganzes Jahr. Ihr beiläufiger Hinweis zum Geschenk: Alle meine coolen Kollegen lesen das. Meine Eltern mussten wieder einmal zusehen, wie meine ältere Schwester etwas Dreck in meine sonst saubere Erziehung schüttete. Danke dafür, Sarah!

Seit damals habe ich den Musikexpress abonniert. Fand ihn zwischendurch unausstehlich, dann unverzichtbar. Und hoffe in Zeiten des Heftli-Sterbens nur noch, dass er eines ist: unkaputtbar.

A propops unkaputtbar: Den feinen Witz von Die Ärzte habe ich nur dank Musikmagazinen kapiert. Ehrlich, ich habs einfach nicht verstanden. Auch nicht wie gut dieses eine Album von Fink oder Rhye ist. Und warum ich unbedingt Eels hören sollte.

Ich hätte es alleine nicht begriffen. Dafür war ich schon immer zu fest Träumer und viel zu wenig cool.

Dabu

Darum brauchen wir die coolsten Säue, die beim Radio, in Blogs oder in Magazinen über Musik sprechen.

In der Lawine neuer Musik ist Musikjournalismus mein Suchgerät. Und Musikjournalismus beweist auch, dass Musik relevant ist. Sollte Musik komplett die Bedeutung verlieren, wäre Musikjournalismus zuerst tot. Über Leichen lästert man schliesslich nicht.

A propos Leiche: Wer kann tote Rockstars gebührend würdigen? Ohne Boulevard-Pathos oder Narzissten-Beileid auf Social Media? Natürlich die alte Tante des Musikjournalismus.

Darum bin ich treu. Lese und höre gerne über Musik. Weil es bleibt wie damals: Irgendjemand muss mir zeigen, was die coolen Kolleg:innen meiner älteren Schwester hören. Oder heute gerne auch deren Kids.

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