Veröffentlicht am 16. April 2024

Caravan Palace: Swing in da House!

Im Juli treten sie beim Paléo Festival Nyon am, am 13. November kommen Caravan Palace noch einmal in den Kanton Genf und spielen ihren Jive-infizierten Neo-Swing-Pop im Salle des fêtes de Thônex.

Journalist
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Hugues Payen, Charles Delaporte und Arnaud Vial lernten sich angeblich um 2005 in Paris kennen, als sie zusammen den Soundtrack für einen langen verschollenen Stummfilm-Porno komponieren und einspielen sollten. Vor gut zehn Jahren wurde das von Seiten der Band sogar in einem Reddit bestätigt– allerdings mit dem Hinweis, dass der Film und damit ihre Arbeit nun erneut verschollen sei. Schade eigentlich!

Was wiederum so gar nicht schade ist: Die drei ausgebildeten Instrumentalmusiker fanden sich so sympathisch, dass sie gemeinsam ein Projekt angingen: Allesamt Jazz- und Swing-Fans, langjährig an ihren Instrumenten ausgebildet, waren sie trotzdem grosse Anhänger der Pariser Clubszene, in der vor allem House-Musik regierte. Nach und nach holten sie weitere Mitglieder an Bord, zum Beispiel die starke Sängerin Zoé Colotis.

Einflüsse von Django Reinhardt bis Daft Punk

Das waren die Anfänge von Caravan Palace, die mit ihrem sehr eigenen Sound, der oft etwas verkürzt dem Neo-Swing-Hype zugerechnet wird, inzwischen ein sehr grosses Publikum erreichen. Ihre Einflüsse sehen Caravan Palace bei Künstler:innen wie Django Reinhardt, Vitalic, Cab Calloway, Justice, Lionel Hampton, Daft Punk, Billie Holiday und Oscar Alemán.

Mit Songs wie «Lone Digger», «Wonderland», «Comics» oder ihrem mitreissenden «Black Betty»-Update haben sie hunderte Millionen Streams gesammelt. Auch ihr im März veröffentlichtes, mittlerweile fünftes Studioalbum «Gangbusters Melody Club» hat es in sich. Songs wie «MAD», «Mirrors» oder das abgedrehte «Racoons» klingen zugleich retro und futuristisch – und sie sind höllisch tanzbar.

Ihre Konzerte sind der Schlüssel ihres Erfolgs

Und da liegt auch der Schlüssel ihres Erfolgs: Diese tanzbaren Jive-Swing-House-Songs eignen sich nämlich vorzüglich zum Live-Vortrag. Vor allem, wenn Sängerin Zoé Colotis dabei auf ihre unnachahmliche Weise über die Bühne wirbelt.

Am 13. November hat man nun die Chance, Caravan Palace live zu sehen. Dann spiele sie im Salle des Fêtes de Thônex. Weitere Infos gibt’s hier.

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Eine Hommage an die Musik von Mani Matter
Eigentlich hätten es nur zwei Konzerte werden sollen, an denen Stephan Eicher den verstorbenen Endo Anaconda im Frühling 2022 ersetzen sollte. Doch an diesen zwei magischen Abenden schafften es Roman Nowka, Lionel Friedli, Simon Gerber und Stephan Eicher ein «Zündhölzli» anzuzünden. Auf die Flamme, die sich daraus ergab, folgte eine Schweizer Tournee und die mündete wiederum im Studio. Das Resultat: 19 neu interpretierte Chansons von Mani Matter und wie der Albumtitel «Kunscht isch geng es Risiko» (Textzeile aus «Eskimo») verrät, erklingen die wunderbaren Miniaturen des Berner Troubadours in einem völlig neuen Licht.

«Kunscht isch geng es Risiko, eine Hommage an die Musik von Mani Matter» ist eine aussergewöhnliche Ehrung an Mani Matter. Roman Nowka’s Hot 3 & Stephan Eicher haben die Lieder des Berner Troubadours furchtlos aber voller Ehrfurcht neu interpretiert. Von «Sidi Abdel Assar» bis «Eskimo», von «I han es Zündhölzli azündt» bis «Ds Lotti schielet»: Das fulminante Quartett zelebriert Matter, wie man ihn noch nie gehört hat. Und als Zugabe feiern sie zudem den grossen Endo Anaconda mit einer knalligen Funk-Version von «Znüni näh».

Line-Up: Roman Nowka (Gitarre), Simon Gerber (Bass), Lionel Friedli (Schlagzeug), Stephan Eicher (Special Guest, Gesang, Gitarre)

Aktuelle CD: Kunscht isch geng es Risiko - Eine Hommage an die Musik von Mani Matter

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