Pubblicato il 21. febbraio 2024

Die 100 besten Schweizer Songs aller Zeiten: Plätze 70 – 61

Im grossen Voting hat unsere Jury ihre Lieblingslieder aus Schweizer Produktion bestimmt. Willkommä zum Countdown.

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Wir schmeissen erneut einen Fünfliiber in die grosse CH-Jukebox und wählen zehn weitere Beiträge der 100 besten Schweizer Songs aller Zeiten. Unter anderem mit dabei: Synthie-Pop zum Sparpreis aus Bern, die erste Supergroup des Rankings und ein legendärer ESC-Teilnehmer.

70. «Why Do I Feel So Alone» von Fai Baba (2016)

Der Zürcher Songwriter Fabian Sigmund aka Fai Baba holt zum grossen Abschied aus. Glücklicherweise nur für dieses hinreissend melancholische Indie-Folk-Stück. Auf «Why Do I Feel So Alone» machen die Glöckchen-Melodie und der butterzarte Gesang Fai Babas den Trennungsschmerz nicht leichter – aber umso schöner.

69. «Latvia» von Troubas Kater (2015)

Mitreissender Folk-Pop, zu dem man seinen Rucksack für die Weltreise packen will, können nicht nur internationale Superstars wie Mumford & Sons oder Of Monsters and Men. Die Berner Strassenmusik-Kapelle schaffte schnell den Sprung von der Fussgängerzone auf die grossen Festivalbühnen – auch dank ihrer Debütsingle «Latvia».

68. «Hardlife Bern» von Prix Garanti (2021)

Trotzige Verzweiflung und ein Beat, der auf freier Wildbahn schnell einmal ein Dutzend Raver:innen aus Holland in bunten Neon-Overalls anlockt: So lautet das unschlagbare Angebot der Berner Formation Prix Garanti. Spass und Ernst liegen dabei ganz nahe beieinander und machen die Combo zu einem der aktuell spannendsten Acts des Landes.

67. «Trink mit mir» von Cobee (2018)

Zum Wohl, Cobee! Die Debütsingle des Berner Rappers kickte eine der steilsten Karrieren im Schweizer Hip-Hop los. Die atmosphärischen Bässe und der – nicht selbstverständlich für das Genre – elegante Einsatz von Autotune verorteten Cobee damals am musikalischen Puls der Zeit. Inzwischen hat sich Cobee ebenso gekonnt als hochdeutscher Indie-Rocker neu erfunden.

Plätze 100 – 91 | ZUM ARTIKEL
Plätze 90 – 81 | ZUM ARTIKEL
Plätze 80 – 71 | ZUM ARTIKEL

66. «Die Gschicht isch besser» von Stahlberger ( 2014)

Eine Würdigung der Schweizer Musik ohne Stahlberger? Unvorstellbar. Die Band des vielseitigen (Klein-)Künstlers Manuel Stahlberger fühlt sich an wie ein Lieblingspulli, den man auch im Hochsommer trägt. Das gilt insbesondere auch für «Die Gschicht isch besser»: Von der Wohlfühlmelodie bis zu den stets reflektierten Texten ist hier einfach alles perfekt gestrickt.

65. «Gun to My Head» von Leila (2021)

https://www.youtube.com/@leilasurkovic

Wer ans Gurtenfestival 2022 zurückdenkt, kommt an einem Namen nicht vorbei: Leila. Ihr Song «Gun to My Head» wurde vom Publikum lauthals mit Gänsehautfeeling mitgesungen und in den Pantheon der Sommerhits erhoben. Seither hat sich die Live-Bassistin von Jeans For Jesus auch als Solokünstlerin etabliert, die uns hoffentlich noch viele Festivalsommer lang begleiten wird.

64. «17 Days» von Annie Taylor (2020)

Ein guter Rocksong ist unsterblich. Er klingt nicht neu, er klingt nicht alt. Er klingt so, als wäre er schon immer da gewesen und trotzdem zum perfekten Zeitpunkt wie aus dem Nichts aufgetaucht. «17 Days» von Annie Taylor ist ein solcher Song und bringt Schlangenlederstiefel zum Tanzen vom Zürcher Kaufleuten bis zum Whiskey A Go Go in Los Angeles.

63. «Hope Music» von Evelinn Trouble (2018)

https://www.youtube.com/@evelinntroublemusic

Musik kann die Seele heilen. Erst recht, wenn sie klingt wie Evelinn Troubles «Hope Music». Mit einem radikalen Optimismus exorziert die Zürcherin ihre eigenen Dämonen und hat danach noch genügend Kraft, um sie mit dem Publikum zu teilen. Hypnotisch instrumentiert und stark eingesungen ist es einer der schillerndsten Werke dieser Ausnahmekünstlerin.

62. «Wäge dem» von Dino Brandão, Faber und Sophie Hunger (2020)

Gipfeltreffen am Konferenztisch der Schweizer Indie-Musik: Für das Album «Ich liebe dich» bündelten Dino Brandão, Faber und Sophie Hunger ihre Kräfte. Sie schufen eine Platte, zu deren Urteil wir einfach ihren Titel wiederholen möchten. «Wäge dem» ist ein wunderbar verletzliches Terzett in bester Liedermacher-Tradition.

61. «Swiss Lady» von Pepe Lienhard Band (1977)

So schweizerisch wie eine aus Käse geschnitzte Armbanduhr, die man erst aus einem Taschenmesser falten muss: 1977 (the year of Punk!) vertraten Pepe Lienhard und seine Band in London (the city of Punk!) mit «Swiss Lady» ihre Heimat beim Eurovision Song Contest. Das Liebeslied für ein, äh, Alphorn landete am Ende auf Platz 6 – und wurde dennoch unsterblich.

Starzone präsentiert ab dem 1. Februar wöchentlich zehn Platzierung aus dem Ranking. Am 29. Februar folgen die Platzierungen 60 - 51.

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