Pubblicato il 07. maggio 2024

Das waren die Gewinner:innen der allerersten Swiss Music Awards

2008 verteilte das SMA-Komitee zum ersten Mal ihre mittlerweile kultigen Betonklotz-Trophäen. Abgeräumt haben diese unter anderem eine Indie Rock-Band, eine Trance-Trendsetterin und eine unterdessen leider verstorbene Soul-Legende.

Journalist
1001

2008 war ein aufregendes Jahr: Die USA erhält mit Barack Obama den ersten schwarzen Präsidenten, «Iron Man» läutet das Marvel Cinematic Universe ein und in Genf starten nukleare Experimente, die das Potential haben, schwarze Löcher zu produzieren. Behauptet zumindest unser Onkel auf Facebook. Aufregendes passiert aber auch in der Schweizer Musiklandschaft, die am 27. Februar die Premiere der Swiss Music Awards feiert.

Der Start im Zürcher Traditions-Club

Die erste Ausgabe bäckt noch vergleichsweise kleine Brötchen – der Event findet im Zürcher Kaufleuten statt und startet dabei mit zehn Kategorien. Damals schon knackig waren aber die nominierten 30 Acts, von denen wiederum zehn Stück einen Pflasterstein heim nehmen durften. Wir blicken zurück auf die Class of ‘08.

Best Song National: Stress - «On n’a q’une terre»

Auf Spotify ist «On n’a qu'une terre» der zweiterfolgreichste Song von Stress, was für dessen Langlebigkeit und damit auch für die Qualität spricht. Da vergisst man doch gerne, dass der Song eigentlich für eine Imagekampagne von Coop produziert wurde.

Best Song International: Rihanna feat. Jay-Z - «Umbrella»

Regelmässige starzone-Leser wissen, dass «Umbrella» ursprünglich für Britney Spears gedacht war, deren Management den Song allerdings ablehnte. Rihannas Team war weniger wählerisch und mit dem charakteristischen Stempel der Sängerin wurde daraus einer der grössten Pop-Hits aller Zeiten.

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Best Album Pop/Rock National: Gotthard - «Domino Effect»

Mit zwölf Nr. 1-Alben ist Gotthard die erfolgreichste Band der Schweiz. Ihr Schaffen wurde in der SMA-Geschichte noch zwei weitere Male honoriert, für Leadsänger Steve Lee sollte es allerdings bei einer Auszeichnung bleiben - er starb 2010 bei einem Motorradunfall in den USA.

Best Album Pop/Rock International: Nelly Furtado - «Loose»

Apropos erfolgreich: «Loose» ist bis heute Nelly Furtados erfolgreichstes Album, wenig überraschend finden sich darauf doch unsterbliche Banger wie «Maneater» und «Promiscuous».

Best Album Urban National: Stress - «Renaissance»

2007 verpackte Stress eine hässige Abrechnung mit der konservativen Schweiz in ein grossartiges Album, das heute zu den Eckpfeilern des Schweizer Hip-Hops gehört. «Renaissance» hielt sich 89 Wochen in den Charts und räumte verdient den Award fürs beste Album Urban National ab.

Best Album Urban International: Alicia Keys - «As I Am»

Nach einigen eher unspektakulären Single-Releases in den Jahren 2005 und 2006, wollten Pessimisten Alicia Keys bereits abschreiben. Den Zweiflern stopfte Keys mit «As I Am» anschliessend das Maul.

Best Newcomer National: Redwood

Die Kategorie mit den - kommerziell betrachtet - kleinsten Acts gab 2008 am meisten zu reden. Ziel war es damals, die Aufsteiger der lokalen Szene ins Spotlight zu holen, wobei mehrere Faktoren berücksichtigt wurden. Welche das genau waren, erschloss sich dem Publikum nur bedingt und dass eine Band mit 15 Jahren auf dem Buckel dann den Newcomer-Preis gewann, sorgte für ein dezentes Räuspern unter den Schweizer Musikmacher:innen.

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Verdient hat Redwood die Trophäe aber allemal. Die Zürcher Indie-Rocker gehörten hierzulande mit zu den aktivsten und erfolgreichsten Vertreter des Genres und haben während ihrer 30 Jahre dauernden Karriere fast alle Bühnen des Landes bespielt.

Best Newcomer International: Amy Winehouse

Ach Amy, wie gerne hätten wir alle noch viele weitere Alben von dir gehört, aber leider sollte «Back to Black» dein letzter Release werden. Was kann man über dieses Monumentalwerk noch schreiben, dass nicht schon geschrieben wurde? Wahrscheinlich nichts, darum halten wir uns kurz: «Back to Black» ist ein Monumentalwerk und verdient alle Awards dieser Welt.

Best Album Dance National: DJ Tatana - «Variété (The Show)

Die Grand Dame des Trance konnte 2008 bereits auf eine lange und international erfolgreiche Karriere zurückblicken. Diese entschleunigte sich in den Nullerjahren zwar zunehmends, was aber nichts am regelmässigen Output der Künstlerin änderte.

Das sind die Nominationen der Swiss Music Awards 2024 | ZUM ARTIKEL

Best Videoclip National: Stress - «Mais où»

Hattrick für Stress. «Mais où» war ein Frontalangriff auf die wählerstärkste Partei der Schweiz, deren Message der Videoclip gekonnt illustrierte.

starzone.ch wird wie auch schon im letzten Jahr wieder von den Swiss Music Awards berichten. Alle Infos zur Veranstaltung gibt’s hier.

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