Veröffentlicht am 21. Mai 2024

ZOA City: Editor’s Pick

An diesen drei Abenden lohnt sich der Weg hinauf ans ZOA City ganz besonders.

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Das Zürich Openair dreht im Sommer seine Aufwärmrunden um die Dolder Kunsteisbahn mit einer Reihe exzellent kuratierter Live Gigs. Bei welchen uns besonders warm ums Herz und im Rest vom Körper wird? Diesen hier:

James Hype x Meduza

Immer praktisch, wenn der Name Programm ist. So wie James Hype, dessen Karriere gerade einen solchen erlebt. (Also … einen Hype, keinen James.) Seit der Engländer vor zwei Jahren mit dem Track «Ferrari» aus der Garage fuhr, befindet sich der DJ und Produzent auf der Überholspur vom EDM-Highway. Co-Pilot für das Set am ZOA City ist der italienische House-Spezialist Meduza. Und damit sich bei der Party auch alle aufs Shaken und nicht Sharen konzentrieren, ist der Dancefloor Smartphone frei. James Hype und Meduza treten am 15. Juni auf.

Worakls Orchestra

Ach, diese DJs heutzutage. Tauchen auf mit nichts als einem USB-Stick und fragen als erstes, wo sie ihr Handy aufladen können. So jammern zumindest 9 von 10 Plattenkofferverkäufer. Worakls hingegen hat gleich ein 20-köpfiges Orchester mit im Gepäck. Das verleiht den Sets des Franzosen eine Dramatik und Sinnlichkeit, wie man sie sonst nur selten an Electronica-Events antrifft. Bisschen so, als hätte Johannes Brahms ein Profil bei Resident Advisor. Worakls Orchestra tritt am 21. Juni auf.

Adriatique

Die Behauptung «Viele Adrians verderben den Brei» wurde spätestens als Irrtum entpuppt, als sich Adrian Shala und Adrian Schweizer 2008 zum Duo Adriatique zusammen taten und seither als eines der international erfolgreichsten Schweizer Techno-Duos für Furore sorgen. Für das ZOA City sind Adriatique mit der Bezeichnung «Extended» angekündigt. Was heisst, dass sie entweder mit einem Ausziehsofa auf die Bühne kommen, oder ein noch längeres, noch aufwendigeres, mit noch mehr Gästen gespicktes Set spielen. Wir tippen auf zweiteres. Adriatique treten am 13. Juli auf.

Ebenfalls mit dabei am ZOA City sind Boris Brejcha (22. Juni), Hozier (27. Juni) und die 90s Forever Night mit u.a. Blümchen, Lou Bega und Culture Beat (29. Juni).

Das ZOA City findet vom 15. Juni bis 13. Juli bei der Kunsteisbahn Dolder, Zürich statt. Weitere Infos und Tickets gibt es hier.

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Grosse Bands brechen Regeln, aber Legenden schreiben ihre eigenen. Jane's Addiction schafften es mit als erste Band, die in den 80er Jahren noch starren Grenzen zwischen Heavy Metal und Rock mit einer Mixtur aus brachialen Riffs, hypnotisch aggressiven Rhythmen und stilfremden Ansätzen (Punk, Folk) einzureissen. Die Band prägte massgeblich die neue alternative Musikszene, durch eine Kombination aus Genre-sprengenden Songs und einem cineastischen Live-Erlebnis. Perry Farrell ist einer der visionärsten und rätselhaftesten Frontmänner der Musikwelt. Sein Gesang strotzt nur so vor Lebendigkeit, Verletzlichkeit und Vitalität. Der Gitarrengott Dave Navarro zaubert gleichzeitig psychedelische und epische Riffs. Stephen Perkins' Tribal Stomp bleibt hypnotisch und fesselnd. Die Band hat einen Sound geschaffen, den die Welt noch nie zuvor gehört hat. Er ist ebenso rifflastig wie einfühlsam. Farrell beschreibt in seinen Texten die seltsamen Seiten des Lebens und erzählt persönliche Geschichten, die den Fans ebenso im Gedächtnis bleiben wie die Licks von Navarro.

Zusammen mit ihrem Debüt «Nothing’s Shocking» (1988) haben Jane’s Addiction vier Studialben und drei Livealben veröffentlicht. Ihr letztes Studioalbum «The Great Escape Artist» erschien 2011 und 2017 «Alive At 25», eine Liveaufnahme zum Jubiläum ihres bahnbrechenden Werks «Ritual De Lo Habitual». Für die Show fanden die Gründungsmitglieder Farrell, Navarro, Perkins und Chaney wieder zusammen. Im Frühling 2023 spielten Jane’s Addiction mit «True Love» erstmals bei einer Show einen brandneuen Track. Ein Indiz auf weitere frische Musik der Ikonen. Auch eine Reunion mit Gründungsmitglied Eric Avery gab die Band anlässlich eines Interviews mit dem Rolling Stone bekannt. Jane’s Addiction sind zurück und beehren 2024 zum ersten Mal nach einer gefühlten Ewigkeit wieder einmal die Schweiz.

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