Veröffentlicht am 03. Juni 2024

Wen schicken wir zum ESC 2025? Unsere Vorschläge

Mit diesen 5 Acts ist der nächste Sieg zum Greifen nah. Also ab ans Telefon, SRF.

Journalist
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So langsam hat hierzulande auch der letzte ESC-Fan den Siegeskater ausgeschlafen. Und während irgendwo ein Hallenstadion-Praktikant am Kopierer steht und das Bewerbungsdossier für den Eurovision Song Contest 2025 zusammenheftet, stellen wir die noch viel wichtigere Frage: Wen nominiert die Schweiz als Nachfolge von Nemo für die Mission Titelverteidigung?

Da wir mit unserer letzten ESC-Prognose bereits richtig lagen, drängen wir uns jetzt einfach mal an den Tisch der Entscheidungsträger:innen und bringen fünf Namen ins Spiel. Wir appellieren dringend an SRF-Sheriffstern-Trägerin Susanne Wille, als eine ihrer ersten Amtshandlungen die Verfügbarkeit der folgenden Acts abzuklären. Wir verlangen nicht mal eine Vermittlungsgebühr. Bei einem erneuten Sieg wäre ein Geschenkkorb in die Redaktion aber durchaus angebracht.

Kings Elliot

Zugegeben: Als wir das letzte Mal eine Frau mit blauen Haaren zum ESC entsandten (Rykka, 2016), endete es mit einem letzten Platz im Halbfinal. Wir bleiben dennoch überzeugt vom Konzept. Zumal Kings Elliot zweifellos über das nötige Talent und die internationale Erfahrung verfügt, um im kommenden Jahr einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Die meist in London wohnhafte Schwyzerin wurde 2021 von SRF Radio 3 als «Best Talent» ausgezeichnet. Wem diese Ehrung fünf Jahre zuvor auch zuteil wurde? Nemo! Vor Gericht nennt man das einen Präzedenzfall und als Anwälte des guten Musikgeschmacks sagen wir deshalb: We rest our case!

Peter, Sue & Marc

Um es in den Worten eines jeden Actionfilms zu sagen, der direkt im DVD-Wühltisch landet: «Nur noch ein letzter Job.» Niemand trat häufiger für die Schweiz am ESC an als Peter, Sue & Marc. Dreimal schlug sich das Trio ganz ordentlich beim Gesangswettbewerb, 1981 löste es sich offiziell auf. Seither kam es aber immer wieder zu kurzen Reunions, zuletzt 2016 im Schweizer Fernsehen.

Wie in «Rambo III» müssen die Verantwortlichen jetzt mit dem Helikopter losfliegen und Peter Reber – der wahrscheinlich irgendwo abgeschieden in den Alpen mit nacktem Oberkörper ein Stück Stahl auf dem Amboss bearbeitet – für einen allerletzten Auftrag aus dem Ruhestand locken. Diese «Birds of Paradise» sollen noch einmal auf der grösstmöglichen Bühne ihre Flügel ausspannen.

Sugababes

Ausländische Söldnerinnen haben Tradition im ESC-Line-up der Schweiz. Bereits in der dritten Ausgabe 1959 schickten wir die Deutsche Christa Williams. Später gewann Céline Dion aus Kanada und 2005 entschieden wir uns, warum auch immer, für die estnische Gruppe Vanilla Ninja mit einem Song namens «Cool Vibes». Very cool.

Ausgerechnet fürs Heimspiel auf künstlerischen Fachkräfte-Import zu setzen, mag einigen etwas unpatriotisch erscheinen. Aber wir versuchen hier einen ESC zu gewinnen und nicht ein 1.-August-Feuer musikalisch zu untermalen. Deshalb: Sugababes! Das kürzlich wiedervereinigte Trio kitzelt den Nostalgie-Sweetspot und spielt demnächst am Zürich Openair, weshalb die SRF-Delegation zur Vertragsunterzeichnung nur kurz aufs Tram muss.

Valoco Escrimer

Okay. Wir konnten uns nicht entscheiden. Sowohl Valentino Vivace als auch Loco Escrito und Crimer hätten das Zeug, ganz ordentlich am Wettbewerb abzuschneiden. Valentino Vivaces grellbuntes Dolce Vita? Italy, 12 points! Loco Escritos Latino Heat? Spain, 12 points! Crimers eisgekühlter New-Wave-Pop? England, 12 points! Doch aussergewöhnliche Anlässe verlangen nach aussergewöhnlichen Massnahmen. Deshalb: Supergroup, baby!

Vivace und Crimer sind seit ihrer gemeinsamen Single «High Life» ohnehin schon musikalische Buddies. Jemand soll ihnen Locos Telefonnummer stecken und dann ab ins Studio. Wir sind auch bereit, über den Namen der Gruppe zu verhandeln. Crivacito klingt auch nicht schlecht.

Ein Lys Assia Hologramm

Zugegebenermassen haben wir noch nicht im 3’000-seitigen Regelwerk des ESCs nachgeschlagen, ob Hologramme für die Teilnahme überhaupt zugelassen sind. Jedoch traten bei der vergangenen Show in Stockholm die wiedervereinigten ABBA als KI-Hologramme auf, weil der echte Björn gerade Waschtag hatte oder so. Das Tabu ist also zumindest teilweise gebrochen.

In irgendeinem Keller muss die Maschine von «The Whitney Houston Hologram Tour» stehen. Die wird sich bestimmt umprogrammieren lassen, damit die erste Siegerin des Eurovision Song Contests noch einmal unter dem Scheinwerferlicht flimmern kann. Um das jüngere Publikum abzuholen, soll EAZ noch einen Rap-Part einbauen oder so.

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