Veröffentlicht am 02. April 2024

Arxx sind die «Garage Rock Gal Pals» aus Brighton

Das aus Brighton stammende Duo Arxx bringt seinen queeren Indie-Garage-Rock’n’Roll-Pop (oder wie man es nennen soll) am 15. Oktober ins Zürcher Exil. Hanni und Clara finden ihre Inspiration bei Künstlerinnen wie Muna, Joan Jett und Sister Rosetta Tharpe. Ihr Debütalbum «Ride Or Die» aus dem letzten Jahr ist ein echter Geheimtipp, der so geheim gar nicht mehr ist.

Journalist
837

Hanni und Clara alias Arxx gehen das Ding mit dem Genre eher locker an. Sie selbst sagten mal, sie seien «queere Garage Rock Gal Pals», nennen als Einflüsse aber Künstlerinnen wie Joan Jett, Muna und Sister Rosetta Tharpe. Yungblud mögen sie auch sehr – was auf Gegenseitigkeit beruht, denn der britische Emo-Star nahm Arrx schon einmal als Support-Act mit auf Tour.

Eher tiefschürfend als schwitzig

Tatsächlich greift «Garage Rock» viel zu kurz, wenn man ihre Musik beschreiben will, auch wenn die reduzierte Besetzung im Garagen-Game weit verbreitet ist. Songs wie «Deep» stehen eher dem Indie-Pop nahe, erinnern an die poppigeren Songs von Tegan & Sara, oder eben Muna. Auch lyrisch geht es bei ihnen eher tiefschürfend als schwiztig zu. Ihre noch recht frische Single «Crying In The Carwash» hat schon fast einen new-wavigen Vibe im Chorus.

Girli: Ein Popstar fürs 21. Jahrhundert – und im Juni live in Zürich | ZUM ARTIKEL

Ihr Album «Ride Or Die» sagt: «Das sind wir!»

Ihr starkes Debütalbum «Ride Or Die» stand für Arxx noch ganz im Zeichen der Sound-Findung, wie Hanni in einem Interview mit dem Blog «Minutenmusik» verriet: «Wir haben lange darauf gewartet, das Album zu machen. Es schien so, als ob wir jeden Monat das Genre wechseln würden. Jeder Song, den wir geschrieben haben, war anders – wir hatten eine Punk-Ära, eine Country-Ära… «

Es habe einfach lange gedauert, bis man einen Sound gefunden hatte, «bei dem wir wirklich dachten, das sind wir. Und als wir uns dann gefunden hatten, wussten wir, dass wir bereit waren, mit der Arbeit an unserem Album zu beginnen. Und dann schien es so, als ob jeder Song, den wir schrieben, mehr und mehr das war, was wir wollten.»

«Ride Or Die» von Arxx erschien 2023 übrigens beim Hamburger Label Grand Hotel van Cleef, bei dem Thees Uhlmann und Kettcar ihre Alben veröffentlichten. Damit bewiesen sie ein gutes Händchen, denn viele Punk- und Indie-Magazin sahen in dem Album zurecht einen echten Geheimtipp, der sich gerne noch ein wenig mehr rumsprechen darf.

In den Worten von Britney

Nachdem sie eine erste Tour durch die Schweiz und Europa kurz nach der Pandemie noch einmal verschieben mussten, weil es für sie als britische Newcomer:innen-Band zu riskant war, werden sie diesen Herbst endlich ihre erste eigene Headliner-Tour spielen, die sie soeben auf Twitter mit diesem sweeten Post ankündigten: «In the words of Britney ‘it’s been a while, I know I shouldn’t have kept you waiting.’»

Arxx spielen am 15. Oktober in Zürich im EXIL. Tickets und weitere Infos gibt’s hier.

Empfohlene Artikel

cloudy June

Cloudy June: eine Stimme für die queere Community

Die junge Berliner Newcomerin sorgt mit ihren provokanten Texten für Aufsehen. Sie singt über die Sexualität und ist eine Stimme für viele junge Personen in der queeren Community geworden. Am 19.03 kommt Cloudy June nach Zürich ins Exil und bringt ihre elektronischen Pop-Songs mit.
IKAN HYU_©jhnylbsch

IKAN HYU, ist es eigentlich geil für die Schweiz auf einem Branchen...

Das Zürcher Duo Ikan Hyu spielte zuletzt oft auf internationalen Showcase Festivals, unterstützt vom Swiss Music Export. Wir haben Anisa und Hannah gefragt, wie es ist, auf Branchen-Events zu spielen und dabei ja irgendwie die Schweiz zu representen.
King Princess

King Princess passt in keine Schublade

Obwohl King Princess genug von der «Hetero-Scheisse» hat und auf eine Revolution der Musikszene hofft, möchte sie nicht mit dem Queer-Pop-Label versehen werden. Ihr Ziel ist es dennoch vor allem queere Personen mit ihrer Musik abzuholen. Ein Widerspruch?

Empfohlene Events

Gefällt dir der Artikel?