Pubblicato il 11. aprile 2024

EAZ im Interview: «Beatrice Egli, melde dich bei mir!»

EAZ ist der Inhaber von dem internationalsten Mundart-Song aller Zeiten und vielleicht bald auch von drei Swiss Music Awards. Wir haben uns mit dem Rapper über seine Nominationen, Social Media und Beatrice Egli unterhalten.

Journalist
9319

EAZ, herzliche Gratulation zu den drei Nominationen. Wie fühlst du dich?

Vielen Dank, es kam sehr überraschend. Ich habe von Universal Music, meinem Label, von den Nominationen erfahren. Sie wollten mich zuerst hochnehmen und erzählten, dass es in diesem Jahr leider nicht gereicht hat. Da war ich natürlich schon etwas enttäuscht, weil ich gehofft hatte, dass zumindest für «Juicy» etwas drin liegt. Ich hab dann aber schnell gemerkt, dass es und war mega geflasht, als sie mir bekanntgaben, dass ich gleich drei Mal nominiert bin.

Du bist derzeit in Kolumbien. Wie hast du gefeiert? Keine Angst, es bleibt unter uns.

(lacht) Gefeiert habe ich in der Schweiz, das heisst eigentlich habe ich nur kurz angestossen - eine Nomination bedeutet ja noch keinen Sieg. Viel mehr geht jetzt die Arbeit los, weshalb ich derzeit mit Loco Escrito in Kolumbien bin. Mehr darf ich aber noch nicht verraten. Ich bin mega happy über die Nominationen, richtig feiern werde ich wohl aber erst, wenn ich einen Stein, oder im besten Fall alle drei, mit nach Hause nehme.

Was hecken EAZ und Loco Escrito aus?

Eine der Nominationen hast du dir mit «Juicy» gesichert. Der Track ist der erste Mundart-Song überhaupt, der es in die globalen Charts geschafft hat - wir erklärst du dir den Erfolg?

Das lag an der super Zusammenarbeit, einerseits mit meinem Team, andererseits aber auch mit Universal Music. Wir hatten auch viel Support aus Deutschland, was mit dem TikTok von der Sängerin Lune startete. Danach ging es schnell und mein Telefon lief heiss.

Mundart, aber make it international.

Also war «Juicy» ein Gemeinschaftsprojekt?

Ja, das kann man so sagen. Als Mike Costa und ich den Song produzierten, wussten wir nicht wohin damit, aber mit den richtigen Leuten und einer cleveren Marketingstrategie, wurde der Song zu einem Hit.

Du sprichst die Marketingstrategie an: Wenig überraschend bist du auch in der Kategorie «Best Streaming Act» nominiert. Wie wichtig ist Social Media für deinen Erfolg?

Ich glaube, Social Media ist das Zugferd einer guten Strategie. Früher hat man plakatiert oder die CD-Läden mit Merchandise gefüllt, das hat sich komplett verlagert. Das Handy und Social Media gehören heute zur Normalität und als Musikerin oder Musiker muss man diese Plattformen nutzen. Ich wünsche mir manchmal auch, dass es ein bisschen anders wäre. Nach einem Konzert CDs verteilen war halt schon cool.

Vermisst du das Analoge in der Musik?

Schon ein wenig. Ich weiss noch, wie ich mir 50 Cents Album «Get Rich or Die Tryin’» im Ex Libris gekauft habe. Das Gefühl war ein anderes, als es heute beim Streamen ist, aber man muss ja mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit. (lacht)

Zuletzt haben Musik-Tapes ein Revival erlebt. Wäre das in dem Fall was für dich?

Ah, nice. Ja, auf jeden Fall.

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Die Kassetten-Releases des Zürcher Produzenten An Moku. (Bildquelle: https://www.instagram.com/an_moku/)
Die Kassetten-Releases des Zürcher Produzenten An Moku. (Bildquelle: https://www.instagram.com/an_moku/)

Kommen wir zurück zu den SMAs. Du bist auch in der Kategorien für den besten Male Act nominiert. Dort gehst du neben Gölä auch mit Baschi ins Rennen, der ein Freund von dir ist. Macht das die Sache spannender oder unangenehmer?

Ich würde es natürlich jedem gönnen, aber davon lasse ich mich nicht ablenken. Ich konzentriere mich auf mich und meine Musik und probiere, den Stein zu holen. Baschi macht das wahrscheinlich auch.

Mit Baschi hattest du zuletzt öfters zu tun, einerseits für starzone andereits hast du für «Sing meinen Song» seinen Hit «Wenn das Gott wüsst» neu interpretiert. Kannst du dir eine Kollaboration mit ihm vorstellen?

Auf jeden Fall. Wir hatten bereits was geplant, das hat dann leider nicht geklappt, aber ich bin natürlich offen.

EAZ gibt Baschis Song ein bisschen LIebe.

Apropos Kollaboration: Du hast erwähnt, dass du gerne mit Helene Fischer Schlager machen würdest. Wäre Beatrice Egli auch eine Option? Sie ist im gleichen Genre daheim und ebenfalls für einen SMA nominiert. Unter Umständen steht ihr ja schon bald gemeinsam auf der Bühne.

Ich mag Beatrice Egli sehr. Als sie bei «DSDS» war, habe ich für sie mitgefiebert, ausserdem ist meine Familie ein Fan von ihr, darum: Klar, fix.

Wir entschuldigen uns jetzt schon für all die Kollaborationen, die wir dir gerade aufdrängen.

Alles gut, ich finde Beatrice Egli wirklich cool. Falls sie dabei ist, mit mir einen Riesenhit zu produzieren, soll sie sich melden. (lacht)

Wir geben ihr deine Nummer. Von den ganz Grossen zurück zu den Acts, die etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätten: Wen würdest du mit einem Swiss Music Award honorieren?

Xen ist schon mega lange im Game und hätte es auf jeden Fall verdient. Er ist einer der krassesten Rapper des Landes.

EAZ, vielen Dank für das Interview. Zum Schluss noch fünf kurze Fragen für den Abend der Verleihung: Blazer oder T-Shirt?

T-Shirt.

Cap oder hübsch frisiert?

Gute Frage. Ich mag Caps sehr, aber ich habe wieder angefangen meine Haare zu stylen, das heisst: Kein Cap.

Bier oder Cüpli?

Bier.

Afterparty oder früh ins Bett?

Wenn ich gewinnev geht’s an die Afterparty, sonst früh ins Bett.

Wetzikon oder Zürich?

Wetzikon.

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